Mittwoch, 6. September 2017

[Rezension] Anna Seidl - Es wird keine Helden geben

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Verlag: Oetinger
Bindung: Gebundene Ausgabe
Seiten Anzahl: 256 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 378914746X
Termin: Januar 2014

Klappentext: 
Man kann die Angst riechen. Man kann nach ihr greifen. Er ist unter uns. Wir können sie hören, die Schüsse. Sie sind laut. Viel zu laut.
Ein völlig normaler Schultag. Doch kurz nach dem Pausenklingeln fällt der erste Schuss. Die fünfzehnjährige Miriam flüchtet mit ihrer besten Freundin auf das Jungenklo. Als sie sich aus ihrem Versteck herauswagt, findet sie ihren Freund Tobi schwer verletzt am Boden liegen. Doch für Tobi kommt jede Rettung zu spät, und Miriam verliert an diesem Tag nicht nur ihr bislang so unbeschwertes Leben.....

Inhalt:
Miriam ist ein ganz normales junges Mädchen, sie verbringt einen Großteil damit, Joggen zu gehen. Sie hat einen Freund, namens Tobi, außerdem gibt es da noch ihre beste Freundin. Mit dieser versteckt sie sich auf dem Jungenklo, während Matias, ein Schüler aus der Parallelklasse, um sich schießt. Panik verbreitet sich in der Schule und alle rennen heraus oder verstecken sich. Doch Miriams Freund Tobi wird tödlich getroffen. Miriam überlebt, sie fragt sich jedoch ob das Leben ohne ihren Freund und mit wiederkehrenden Albträumen noch Lebenswert wäre. Immer wieder kommt die Frage auf "Sind wir Schuld?"

Meine Meinung: 
Als ich das Buch beendete, hab' ich das erste Mal gesehen wie alt die Autorin ist, Anna Seidl ist in meinem Alter. Es liest sich sehr leicht, die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Jedoch hat man das Buch deswegen schnell durchgelesen. Amoklauf? Ein schwieriges Thema, aber ich denke bei einer Sache sind wir alle einer Meinung. Ein Amoklauf ist ein Erlebnis was man niemanden wünscht oder erleben will. Ich fand das Buch packend, schockierend und sehr berührend. Ich fühle mit der Protagonistin und kann mich sehr gut in ihre Gefühle und Gedanken hineinversetzen. Miriam wird immer wieder Hilfe angeboten, sie solle darüber reden und Hilfe annehmen, da müssten alle (ihre Familie) zusammen durch. Jedoch ist es gut nachvollziehbar, dass Miriam dies alleine durchstehen will, sie erlebte es ja auch allein. Sie fühlt sich Missverstanden...
 
Fazit:
Ich bin schlichtweg begeistert von der Geschichte und es rührte mich zu tiefst. Gar nicht auszumalen wie es mir nach so einem Ereignis zu gehen vermag. Wer sich für das Thema Amokläufe und deren Konsequenzen interessiert, dem empfehle ich das Buch wärmstens.

Ich gebe diesem Buch 5/5 Sternen.  

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